Protokoll AK Gymnasien Treffen am 8.3.17 um 18.00 Uhr

Protokoll AK Gymnasien Treffen am 8.3.17 um 18.00  Uhr

Folgende Gymnasien waren vertreten:

Reclam, Brockhaus, Schiller, Hertz, Engelsdorf, Humboldt, Kepler, Leibniz, Louise-Otto Peters, Thomas, Ostwald.

Gast:  Petra Elias (SER Vorsitzende)

Protokollführer: Gregor Gebauer

 

  1. Vorstellung des Gymnasiums Louise Otto Peters

Die stellvertretende Schulleiterin des Louise Otto Peters Gymnasiums stellte ihre Schule vor. Das Gymnasium befindet sich noch im Aufbau, es ist dreizügig und hat Klassen von der 5.bis zur 10 Klasse, das Gebäude ist frisch saniert. Dadurch genießen die kleineren Schüler noch ein pädagogisch höheres Maß an Aufmerksamkeit, was insgesamt sehr positiv wahrgenommen wird – sich aber naturgemäß ändern  wird.

Durch die Aufbausituation ist das Kollegium relativ jung – es ist das zweitjüngste Kollegium in Sachsen. Dadurch ist ein großes, kreatives Engagement festzustellen. Dazu kommt eine ausgesprochen engagierte Elternschaft, die an dieser Schule eine „richtige Macht“ ist. Zum Beispiel war am Tag der offenen Tür der Elternrat fast vollzählig anwesend. Events wie der Tag der offenen Tür sind mittlerweile mehr ein Fest für die eigene Identifikation, ein Tag für die Begegnung von Eltern/Lehrer/Schülern, als nur eine Außendarstellung.

Es gibt auch einen sehr aktiven Förderverein, sowie einen emsigen Eltern Lehrer Chor (Die Elche), was auch zum kreativen Miteinander positiv beiträgt.

Mensa: die ehemalige kleine Turnhalle es zu einer wunderschönen neun Mensa ausgebaut worden, man probiert dort mittlerweile in neue Ausgabemethoden, den sogenannten „free flow“, bei dem die Ausgabeterminals durch Selbstbedienung ersetzt werden. Das kann bei beliebten Essen zu Engpässen führen und setzt Vertrauen voraus, wirkt sich aber in der kurzen Ausgabezeit für positiv aus. Die Mensa hat 180 Plätze.

An der Schule gibt es einen reinen Blockunterricht, der durch halbstündige Pausen unterbrochen ist. Dadurch sind die Stundenplanzeiten sehr simpel, nämlich 8/10/12 Uhr. Dadurch sind sehr kompakte Stundenpläne möglich, die Planung wurde dadurch sehr erleichtert, man ist von dem Modell sehr begeistert. Wichtig ist dabei, das es im Blockunterricht auch kleine Pausen zwischendurch gibt, auch muss man sich pädagogisch darauf einstellen, aber die Vorteile überwiegen.

Die langen halbstündigen Pausen ermöglichen nicht nur eine gute Erholung von Schülern und Lehrern, sondern können auch z.B. Für Eltern Lehrer Gespräche genutzt werden.

Die Ausstattung mit Smartboards ist nicht so gut, wie sich das ein junges Kollegium wünscht. In den Fachkabinetten gibt es vier, eines im Geografieraum. Diesen Mangel  versucht man zu kompensieren, in dem die meisten Räume mit Beamer ausgestattet wurden.

Der Arbeitskreis Gymnasium ist von der Vorstellung des Louise Otto Peter Gymnasiums beeindruckt, denn es zeigt, was in einer öffentlichen Schule mit engagierten Lehrern und Eltern möglich ist.

  1. Schulnetzplan

Für den neuen Schulnetzplan soll bis zum April auch der Arbeitskreis Gymnasien eine Stellungnahme formulieren. Bis zum 27. März haben die Schulkonferenzen der Schulen noch Zeit Ihre Stellungnahme zu beschließen. Wir empfehlen den Elternvertretern die Formulierung im Schulnetzplan bezüglich ihrer Schule sehr kritisch zu prüfen und dementsprechend auf die Formulierung der Stellungnahme in der SchuKo einzuwirken. Wir möchten dabei die Aufmerksamkeit auch auf den Zustand und die Kapazitäten der Mensen richten. Ist die Mensa für die projektierte Schülerzahl groß genug,  ist die Taktung unter Zeitdruck beim Essen für die Schüler akzeptabel?

Desweiteren sind auch die Sportstätten bei der Kapazitätsanalyse einer Schule kritisch mit in den Blick zu nehmen (auch wenn die Sportstätten aus einem andren Topf finanziert werden).

Durch die Einführung der Inklusion wird die Frage nach speziell ausgestatteten Schwerpunktschulen virulent und soll in unserer Stellungnahme formuliert werden.

Für die Stellungnahme des Arbeitskreises Gymnasien, wird ein Google Doc Dokumente angelegt, in dem alle Vertreter über einen Link ihren Kommentar über ihre Schule einfügen können.Hier dann angeben, ob die Schulkonferenz Änderungsbedarf sieht, oder ob die Elternvertreter trotz Mehrheit für die Stellungnahme dagegen gestimmt haben. Bitte die die angegebene Zügigkeit der Schulen mit der voranstehenden Tabelle im Schulnetzplan abgleichen.

  1. Wechsel des Essens Anbieters

Dieses Jahr besteht wieder die Möglichkeit den Essensanbieter zu wechseln – und zwar bis zum 20. Mai. Das ist zwar knapp, aber der SER plant ein „Showrooming“  der Leipziger Essensanbieter, bei dem man sich die unterschiedlichen Konzepte direkt anschauen kann. Infos dazu folgen.

Wenn man an einer Schule eine gewisse Unzufriedenheit spürt, kann also dieses Jahr gehandelt werden!

  1. GO des Stadtelternrates

Bei der am 25.3. geplanten Vollversammlung des Stadtelternrates, soll auch die neuen

Geschäftsordnung beschlossen werden. Der AK Gymnasium ist mehrheitlich mit dem Entwurf der GO soweit zufrieden und sieht keinen Änderungsbedarf.

  1. Bericht von der Vollversammlung des Landeselternrates

Die SER Vorsitzende Petra Elias berichtet von der Vollversammlung des LER. Im Unterschied zu der letzten Vollversammlung des LER, wurden die Leipziger Vertreter in mehrere Ausschüsse gewählt, somit ist gewährleistet das unsere Leipziger Stimme auch dort wahrgenommen werden kann. Es wurde von den Überlegungen des neuen LER Vorstandes berichtet, sich organisatorisch und finanziell vom SMK zu trennen, weil die jetzige Situation in der Geschäftsstelle sehr unbefriedigend ist und dem Staatsministerium einen zu großen Einfluss auf die Tätigkeit des Landeselternrates ermöglicht.

Hier ist abzuwarten inwieweit eine solche Trennung praktikabel ist, grundsätzlich wird von uns das Problem ähnlich gesehen.

Im Rahmen der Verhandlungen zum neue Schulgesetz möchte der Landeselternrat eine neue Form der EMVO (Elternmitwirkungsverordnung) durchsetzen, die nur noch eine Rahmenvorschrift ist und somit den Gremien der Elternvertretungen einen größeren Spielraum bei der Gestaltung ihrer Geschäftsordnungen in überlässt. Dies wird vom Stadtelternrat Leipzig unterstützt, denn damit kann eine offenere Gestaltung der Mitarbeit möglich werden.

  1. Diverses

Rainer Müller stellt die Aktion „Klassenrat“ vor. Auf www.derklassenrat.de kann man sich Information dazu anschauen und auch eine entsprechende Infomappe bestellen. Das SMK unterstützt diese Aktion, die am Anfang von den Lehrern angeleitet den Klassen demokratisches Miteinander beibringen soll, um z.B. interne Probleme selbständige lösen zu können. Das Ganze ist als „Demokratietraining“ gedacht. Ist den Schulen zu empfehlen.

Die nächste Sitzung des Arbeitskreises Gymnasien wird am 26. April um 18.30 Uhr im Leibniz Gymnasium stattfinden.

Im Zusammenhang mit der Erstellung des neuen Schulnetzplanes, werden wir versuchen für diese Sitzung Vertreter der Parteien im Leipziger Stadtrat einzuladen, damit sie zu diesen Planungen u  nd ihrer Sicht Stellung nehmen können.