Wie verlaufen Schulbaumaßnahmen und wann kann Beteiligung an Leipziger Schulen stattfinden?

Die AG Elternmitwirkung/Kinder- und Jugendbeteiligung besteht aus Vertretern des Amtes für Gebäudemanagement, Amt für Stadtgrün, des Kinderbüros und den Eltern. Gemeinsam blicken mit allen Beteiligten der Arbeitsgruppe auf geplante Bauvorhaben von Schulen. Sie prüfen, inwiefern Beteiligungen von Kindern möglich sind. und welche Unterstützung benötigt wird.

In Abhängigkeit der Rahmenbedingungen zu einzelnen Perioden eines Bauprojektes bzw. zu einzelnen Leistungsphasen des Bauvorhabens wird gemeinsam beraten, ob eine gelingende Beteiligung von Kindern und Jugendlichen möglich ist bzw. möglich wäre. Nicht alle Baumaßnahmen bzw. deren Leistungsphasen sind für Beteiligungsvorhaben von Kindern und Jugendlichen geeignet.

Ziel der Arbeitsgruppe ist es, u.a. zukünftige Bauvorhaben unter dem Aspekt der Phase „Null“ bzw. der Phasen 1 bis 3 zu prüfen und in Abhängigkeit der Rahmenbedingungen und vorhandenen Ressourcen gemeinsam zu beraten, ob und welche Beteiligungsprozesse möglich sind.

Die einzelnen Bauphasen der Stadt Leipzig
im Schulkontext

  • Phase 0: Festlegung der Beteiligung. Berücksichtigung von Zielen der Mitwirkung von Kinder- und Jugendlichen in die Plaung
  • Phase 1: Grundlagenermittlung: Ermitteln der Voraussetzungen zur Lösung der Bauaufgabe durch die Planung; Mögliche Beteiligungsmethoden: siehe Gliederungspunkt 4
  • Phase 2: Vorplanung: Erarbeiten der wesentlichen Teile einer Lösung der Planungsaufgabe. Hier sollte neben der Phase „Null“ ein Schwerpunkt der Beteiligung liegen, da mit dieser Phase ein hoher Entscheidungsspielraum verbunden ist.; Mögliche Beteiligungsmethoden: Abstimmungsprozesse mit den Beteiligten in Werkstätten, Konferenzen (Ein-/Mehrpunktentscheidungen), Zielkatalog als verbindliches Dokument („Vertrag“) wird mit den Beteiligten ausgearbeitet, unterzeichnet und übergeben etc.
  • Phase 3: Entwurfsplanung: Erarbeiten der endgültigen Lösung der Planungsaufgabe; Mögliche Beteiligungsmethoden: Entscheidungen über Farbgebungen, kleinere Gestaltungsmöglichkeiten in Form von Diskussionen, Gestaltungskonferenzen o.ä.

Entwurf der neuen Freifläche der 74. Schule unter Einbeziehung der Beteiligungsergebnisse der Kinder

  • Phase 4: Genehmigungsplanung: Erarbeiten und Einreichen der Vorlagen für die erforderlichen Genehmigungen oder Zustimmungen; In den Phasen 4-7 wird von Beteiligung abgeraten, da kein Entscheidungsspielraum mehr gegeben ist (Alibibeteiligung).
  • Phase 5: Ausführungsplanung: Erarbeiten und Darstellen der ausführungsreifen Planungslösung
  • Phase 6: Vorbereitung der Vergabe: Ermitteln der Mengen und Aufstellen von Leistungsverzeichnissen
  • Phase 7: Mitwirkung bei der Vergabe: Ermitteln der Kosten und Mitwirkung bei der Auftragsvergabe
  • Phase 8: Objektüberwachung: Überwachung der Ausführung des Objekts; Mögliche Beteiligungsmethode: von Kindern und Jugendlichen geführtes Bautagebuch
    Karl-Heine Schule.
    Die Elternsprecher der künftigen Karl-Heine Schule sind beim Rundgang mit dabei. Noch sind die Gänge im Rohzustand.
  • Phase 9: Objektbetreuung und Dokumentation: Überwachung der Beseitigung von Mängeln und Dokumentation des Gesamtergebnisses; Mögliche Beteiligungsmethoden: Übergabefeste, Patenschaften für Anlagen und Objekte, Fotodokumentation mit Ausstellung

Quelle: Das gesamte Dokument zum Nachlesen DS-1847