Junge schlafend

Presseerklärung zur Grundschullotterie in Mitte

Presseerklärung des Arbeitskreises Grundschulen im Stadtelternrat Leipzig

Thema: „Grundschullotterie in Mitte“

Das Einführen des Lossystems für den gemeinsamen Grundschulbezirk Mitte ist ein weiteres Zeichen für die verfehlte Schulpolitik der Stadtverwaltung. Platzdefizite lassen sich nicht hin- und herschieben, sie müssen grundsätzlich behoben werden.

Der Arbeitskreis Grundschulen hat bereits vor mehreren Wochen ein Schreiben an den Schulbürgermeister gerichtet, indem wir fordern, dass das Anhörungsrecht der Schulkonferenzen aller beteiligten und betroffenen Schulen durch ein Mitentscheidungsrecht ersetzt wird . Und nicht allein der Stadtrat darüber entscheiden darf, wo ein Grundschulbezirk mit einem anderen zusammengelegt wird.

Die Schulbezirksgrenzen sind eingeführt worden, um die Schulwege der Grundschüler so gering wie möglich zu halten. Und das ist auch gut so. Die Fehler in der Schulplanung damit ausgleichen zu wollen, dass Schulbezirke verändert oder zusammengelegt werden, kann auf Dauer nicht funktionieren. Das zeigt das Beispiel Mitte. Alle Schulen in diesem Schulbezirk sind bereits voll. Abhilfe können hier nur neue Räume schaffen. Eine Möglichkeit wäre beispielsweise das Aufstocken der Container der Schule 5 um eine Etage. Damit würden weitere Kapazitäten geschaffen.

Zudem wäre denkbar, dass es statt gemeinsamer, überschneidende Schulbezirke gäbe. In einer festgelegten Pufferzone könnten so Kinder im Bedarfsfall die eine oder die andere Schule besuchen. Damit können sinnlos lange Wege verhindert werden.

Es ist nicht hinnehmbar, dass Kinder von ihrem Wohnhaus aus an einer Grundschule vorbeilaufen müssen, um in eine andere zu gehen“, sagt Linda Maciejewski, die Leiterin des Arbeitskreises Grundschulen. „Das ist nicht im Sinne der Eltern und erst recht nicht im Sinne der Kinder.“

Der erst kürzlich beschlossene Schulnetzplan löst diese Probleme leider auch nicht. Der Arbeitskreis Grundschulen hat bereits frühzeitig auf die Defizite, vor allem im Zahlenwerk des Plans, hingewiesen. Darauf wurde nur unzureichend reagiert. „Es ist davon auszugehen, dass die Probleme eher größer als kleiner werden“, so Maciejewski. „Und der neue Schulnetzplan liefert leider keine Lösungen, weil auch er viel zu kurz greift.“

 

Foto: freepik.com
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