Presseerklärung zum Digitalpaket Schule

Wenn Menschen über Digitalisierung in Schule reden, so reden sie ganz schnell von verschiedenen Aspekten die die Digitalisierung bietet:

Die einen reden vom Breitbandanschluss, die Nächsten sprechen von der technischen Ausstattung der Schule, wieder Andere von Notebooks und Software für die Schule. So geht es weiter: Während für Andere unbedingt die digitalen Kompetenzen, die die Kinder unter pädagogischer Anleitung erwerben sollen dazugehören, sprechen Dritte davon, wie die Digitalisierung unser Lernen verändert; wie Unterricht effektiver durchgeführt wird, wie Tests sofort ausgewertet können, um Schülern ein unmittelbares Lern-Feedback zu geben, sind weitere Ergänzungen.

Digitalisierung der Schule, Lehrer, Schüler oder was genau?

Aber was wird „Digitalisierung der Schulen“ genau gemeint?

Ohne technische Voraussetzung wird es nicht gehen. Zur Mindestausstattung gehört also die Vernetzung der Schule mit dem Internet. Auch die digitalen Tafeln/ Bords werden zum Mindeststandard gehören.

Aber bevor es darum geht den Schüler in der Digitalisierung fit zu machen, muss erst einmal der Lehrer auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden. Und hier ist der Schwerpunkt bei der Methodik und der Didaktik. Denn was nützt es, wenn unsere Kinder hervorragend mit Technik umgehen, aber nicht wissen was sie damit tun können. So wie das Erlernen des Lesens, Schreibens und Rechnens die Grundlage unsere Bildung ist, ersetzt sie nicht das selbstständige Denken. Aus dieser Abfolge wird schnell klar, dass die Einführung eines Faches Digitalisierung in keinster Weise unseren Ansprüchen gerecht wird.

„Im ersten Schritt, sollte die Digitalisierung genutzt werden, die Administration des Schulalltags zu vereinfachen“, fordert StadtElternRatssprecherin Petra Elias. Der ganze Schulalltag könnte damit wesentlich entlastet werden. Lehrer könnten früh das Fehlen eines Schülers digital an das Schulsekretariat melden. Ist dieser schon von seinen Eltern entschuldigt worden, liegt ihm die Information sofort vor. Zensuren kann er in das System eingeben und wenn am Abend Lehrersprechtag ist, hat der Klassenlehrer den Zensurendurchschnitt sofort zur Verfügung.
Werden dann noch die Hausaufgaben in diesem System hinterlegt, freuen sich auch Eltern, wenn sie ihren Schützlingen auf die Finger schauen können.

Die Dokumentation des Lehrplans und der Lehrinhalte könnte ebenfalls über eine Plattform erfolgen. Fällt der Lehrer aus, können seine ihn vertretenden Kollegen schnell auf den aktuellen Stand gebracht werden. Nennen wir es „elektronisches Klassenbuch“, welches von einigen Schulen durchaus schon als zukunftsweisend erkannt wurde.

Die Raumplanung muss kurzfristig geändert werden? Oder der gesamte Stundenplan? Die Plattform www.lernsax.de wird in diese Richtung ausgebaut. Jedoch nützt dies den Lehrern nur, wenn sie mit entsprechenden Endgeräten ausgestattet werden.

Wir Eltern fordern, dass die einzelnen Schulen in bei der Mittelverwendung mitreden dürfen. Wir sind dafür, soweit Gelder vorhanden, einige Schulen komplett digital auszustatten. Jeder Klassenraum hat dann Internetzugang, alle Lehrkräfte und Schulsacharbeiter haben einen eigenen Zugang zum elektronisches Klassenbuch, entweder stationär im Klassenzimmer oder in mobiler Variante. Für uns ist wichtig, dass im gesamten Lehrerkollektiv eine sehr hohe Akzeptanz für die Umsetzung dieser Digitalstrategie vorliegt. Was nützt das schönste digitale Whiteboard, wenn es nicht genutzt wird?